Auf ein Wort: M´ylingur
Er ist nicht der höchste Berg auf den Färöer-Inseln. Er ist nur aus einem bestimmten Winkel so prägnant. Er ist nicht leicht zu erreichen und er ist Wind und Wetter (und seinen Besuchern) immer ausgesetzt. Und trotzdem hat er diese Anziehungskraft und ich möchte bei jeder Auszeit zu ihm wandern.
Der M´ylingur, liegt an der Nordwestspitze der färingischen Insel Streymoy und ist mit seinen 564 Metern Höhe nur einer unter vielen hohen Erhebungen auf den Färöer. Auf Streymoy allerdings ist er der höchste Berg und das lotrecht abfallende Kliff gehört zu den markantesten Felsformationen der Färöer.
Erreichbar ist er bei einer ca. 2 1/2 stündigen Wanderung, die in Tjornuvik startet und zunächst steil den Berg hinauf führt. Nach einer flacheren markierten Passage kommt man zu einer Kuppe, die gleichzeitig die Wasserscheide zwischen Tjornuvik und Saksun darstellt. Ab da orientiert man sich in Richtung Westen bis man auf den Atlantik herunter schauen kann. Ein kompletter Schwenk um den letzten größeren Felsen und schon geht es in entgegengesetzter Richtung den Hang entlang in Richtung Mylingur; immer mit den Blick auf die spektakuläre Felsformation.
Der Rest ist geniessen und immer den Gedanken im Hinterkopf, das jeder Meter den man gegangen ist auch wieder zurück geschafft werden muss. Alles in allem würde ich für eine Tour zum M´ylingur 6 Stunden einplanen. Und so lange er es noch anbietet, würde ich in Tjornuvik bei Hans Espen auf eine Tasse Kaffee und eine selbstgemachte Waffel mit Rhabarber-Marmelade einkehren. Geschichten von früher inklusive.
Hier noch ein paar Bilder vom M´ylingur aus den letzten Jahren. Er war immer eine (anstrengende) Wanderung wert.
Ach ja, auf meiner Bucketlist steht seit meiner ersten Begegnung mit dem M´ylingur eine Besteigung …
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